Erneuerbare Energie-Autobahn im Bau

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Die A7 ist die längste Autobahn Deutschlands. Sie führt von Dänemark bis nach Österreich und durchzieht ganz Deutschland von Schleswig-Holstein bis Bayern. Die Firma Eurosolar hatte bereits im Oktober 2009 vorgeschlagen, die Strecke mit einem Windparksystem zu versehen.

Im Rahmen eines Gutachtens, das das Unternehmen Eurosolar in Auftrag gegeben hatte, wurde von einer mindestens installierbaren Leistung von 6.255 MW ausgegangen und einer Stromerzeugung von 13.500 GWh pro Jahr. Die Investitionen für die “Energieallee A 7″ sollten sich auf 7,5 Milliarden Euro belaufen. Es wäre die weltweit bisher größte Investition in die Onshore-Windkraft-Technik gewesen.

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Erneuerbare Energiegeschichte wiederholt sich

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In diesen Tagen scheint es manchmal, als hätte jemand an der Uhr gedreht: Schon 1997 hatte eine schwarz-gelbe Koalition das Stromeinspeisungsgesetz – den Vorläufer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – zur Förderung des dezentralen Ausbaus der Erneuerbaren in seiner Wirkung begrenzt. Die Neuauflage desselben Regierungsbündnisses schlägt nun in dieselbe Kerbe.

Ein Arm schaut aus dem Wasser mit einem Klimaschutz-Schild in der Hand© Rainer-Sturm / pixelio.de

Dumm nur, dass sich die Erneuerbaren Energien mittlerweile zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt haben. Doch anstatt die Volkswirtschaft insgesamt an den Früchten dieser Entwicklung teilhaben zu lassen, setzt die schwarz-gelbe Koalition alles daran, bei den Erneuerbaren wenige große Konzerne davon profitieren zu lassen.

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Erneuerbare Energien von der Krise nicht betroffen

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Die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien in Europa geht trotz der Krise weiter: Zu dieser Einschätzung kommt ein Bericht des Joint Research Centre der EU-Kommission. Kurios: Die geplanten deutschen Änderungen würden nach Meinung der Autoren in der Branche das Wachstum vorübergehend sogar noch anheizen.

Eine Sonnenblume mit Sonnenbrille vor blauem Himmel© Margot Kessler / pixelio.de

Diese Einschätzung gilt nicht nur für die Neuinstallationen in diesem Bereich, bei denen im vergangenen Jahr ein weiterer Rekord aufgestellt worden ist. Die Autoren der Studie gehen auch davon aus, dass die Erneuerbaren in diesem Jahrzehnt weiter kräftig zulegen werden – trotz knapper Kassen in den EU-Mitgliedsländern und Einschnitten bei der Solarförderung in Deutschland und Spanien.

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Erneuerbare Energien haben keinen Vorrang mehr

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Wer geglaubt hat, dass die Bundesregierung wirklich vorhat, Erneuerbaren Energien in Zukunft weiterhin den Vorrang zu geben, wird leider enttäuscht. Denn mit dem Entwurf des Energiekonzeptes der Bundesregierung wurde die Vormachtstellung der Großkraftwerke weiter festgeschrieben. Das bedeutet: Vorfahrt für Atom und Kohle vor Solar und Co. bei der Energieversorgung.

©Paul-Georg Meister/pixelio.de

Fährt man durch die Norddeutsche Tiefebene, so kann man schon heute beobachten, wie viele Windräder still stehen, obwohl eine steife Brise von der See her über die Deiche weht. Read the rest of this entry »

Solarenergie günstiger als Atomkraft

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Atomstrom schone das Klima, sei kostengünstiger als alternative Energieformen und der Bau von Atomkraftwerken in einem verlässlichen Rahmen finanzierbar, jedenfalls wenn man bisher den Befürwortern der Kernkraft glaubte. Doch ab diesem Jahr wird alles anders: Zum ersten Mal überholen Erneuerbare Energien die Atomkraft in kostentechnischer Hinsicht.

Solaranlagen brauchen die Sonne - wie auch die Sonnenblume© Rainer Sturm / PIXELIO

Kernkraft wird in der laufenden Debatte zur Atompolitik oft als Garant für eine CO2-arme und vor allen Dingen kostengünstige Alternative zur Stromerzeugung mit Erneuerbarer Energie angepriesen.

Die Kosten, die die Lagerung des Atommülls bedeuten, werden dabei allerdings gerne verschwiegen. Nun haben US-Ökonomen in einer Studie nachgewiesen, dass ab diesem Jahr erstmalig in der Geschichte der Menschheit Solarenergie und damit die Nutzung von Solaranlagen billiger geworden ist als Atomenergie.

Kosten für Bau von Solarsystemen sinken

Während die Kosten für den Bau von Solarsystemen seit Jahren sinken und dies bei der gegenwärtigen Marktlage auch weiter tun werden, sind die Kosten für den Bau neuer Atomkraftwerke massiv gewachsen – und wachsen tendenziell weiter an, wie die Erfahrung in jüngster Zeit gezeigt hat.

Beim ersten Neubau eines Reaktors in Europa im finnischen Olkiluoto wurde schnell klar, dass die Baukosten für Atomreaktoren heutzutage nur noch schwer kalkulierbar sind: Sie hatten sich im Laufe der Bauphase fast verdoppelt. Dadurch wird der Reaktor später fertig als geplant, was auch in anderen Bereichen zu Kostenexplosionen führt.

Alternative Energiequellen immer attraktiver

Auch in den USA werden nach einem Bericht der New York Times die Kosten für den Bau eines neuen Atomkraftwerks auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine astronomische Summer, wo das Weiße Haus doch jüngst beschlossen hat, die Atomwirtschaft über Staatsanleihen und Steuerermäßigungen massiv zu fördern.

Ein weiteres Problem ist die Frage der Endlagerung des Atommülls, auf die auch in den USA noch keine Antwort gefunden worden ist. Doch genau dieses Problem wird auch zukünftig die Kosten für den Bau von Atomkraftwerken in die Höhe schnellen lassen und die Nutzung alternativer Energieformen immer attraktiver machen.

Solarenergie in der dunklen Jahreszeit

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Das stärkste Argument gegen den flächendeckenden Einsatz Erneuerbarer Energien war bisher, dass ihre Erzeugung und Verfügbarkeit vom Wetter abhängig und damit nicht verlässlich sei. Denn Sonne und Wind liefern natürlicherweise nur dann Strom, wenn die äußeren Gegebenheiten stimmen. Das soll sich jetzt ändern.

Solaranlagen unter einem wolkigen Himmel auf einer Wiese© Rainer Sturm / PIXELIO

Mittlerweile gibt es Möglichkeiten, die bei günstigen Witterungsbedingungen erzeugten Strommengen zwischen zu speichern, wie das Magazin „Technology Review“ berichtet. In Spanien ist beispielsweise eine Solaranlage entstanden, die auch dann Strom liefern kann, wenn die Sonne nicht scheint.

Solarenergie bei Dunkelheit nutzen

Nahe der südspanischen Stadt Granada stehen zwei Solar-Kraftwerke, die Energie in gigantischen Wärmespeichern gefüllt mit flüssigem Salz sammeln. Dadurch können die Kraftwerke noch bis zu sieben Stunden nach Sonnenuntergang Strom produzieren.

Das Salz hat aber auch eine negative Seite: Es ist ziemlich teuer in der Anschaffung und darf niemals auskühlen und erstarren. Das hätte die Zerstörung des Speichers zur Folge und würde die Wärmeleitfähigkeit des Salzes verringern – man bräuchte also vergleichsweise viel Energie, um es zum Schmelzen zu bringen.

Solarenergie bei Regen und Schnee

Doch Salz ist nicht mehr das einzige Speichermaterial, das sich als Wärmespeicher eignet. Auch Wasser lässt sich bekanntlich erwärmen. Leider mit dem entscheidenden Nachteil, bei den für die Energieerzeugung notwendigen Temperaturen zu verdampfen.

Ein andere Möglichkeit liegt vielleicht in einem Speichermedium, das in gewaltigen Mengen verfügbar und daher fast kostenlos zu haben ist: Sand. Gespeichert wird die Energie hierbei nach dem Sanduhr-Prinzip: Kühler Sand rinnt in einen Auffangbehälter herab, wird von den Seiten mit heißer Luft beblasen und speichert die Wärme. Eine kostengünstige und effiziente Lösung, die gerade in Deutschland mit seinem reichhaltigen Angebot an alternativen Energiesystemen wie beispielsweise Solarnenergie für Furore sorgen könnte.


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