Das stärkste Argument gegen den flächendeckenden Einsatz Erneuerbarer Energien war bisher, dass ihre Erzeugung und Verfügbarkeit vom Wetter abhängig und damit nicht verlässlich sei. Denn Sonne und Wind liefern natürlicherweise nur dann Strom, wenn die äußeren Gegebenheiten stimmen. Das soll sich jetzt ändern.

Solaranlagen unter einem wolkigen Himmel auf einer Wiese© Rainer Sturm / PIXELIO

Mittlerweile gibt es Möglichkeiten, die bei günstigen Witterungsbedingungen erzeugten Strommengen zwischen zu speichern, wie das Magazin „Technology Review“ berichtet. In Spanien ist beispielsweise eine Solaranlage entstanden, die auch dann Strom liefern kann, wenn die Sonne nicht scheint.

Solarenergie bei Dunkelheit nutzen

Nahe der südspanischen Stadt Granada stehen zwei Solar-Kraftwerke, die Energie in gigantischen Wärmespeichern gefüllt mit flüssigem Salz sammeln. Dadurch können die Kraftwerke noch bis zu sieben Stunden nach Sonnenuntergang Strom produzieren.

Das Salz hat aber auch eine negative Seite: Es ist ziemlich teuer in der Anschaffung und darf niemals auskühlen und erstarren. Das hätte die Zerstörung des Speichers zur Folge und würde die Wärmeleitfähigkeit des Salzes verringern – man bräuchte also vergleichsweise viel Energie, um es zum Schmelzen zu bringen.

Solarenergie bei Regen und Schnee

Doch Salz ist nicht mehr das einzige Speichermaterial, das sich als Wärmespeicher eignet. Auch Wasser lässt sich bekanntlich erwärmen. Leider mit dem entscheidenden Nachteil, bei den für die Energieerzeugung notwendigen Temperaturen zu verdampfen.

Ein andere Möglichkeit liegt vielleicht in einem Speichermedium, das in gewaltigen Mengen verfügbar und daher fast kostenlos zu haben ist: Sand. Gespeichert wird die Energie hierbei nach dem Sanduhr-Prinzip: Kühler Sand rinnt in einen Auffangbehälter herab, wird von den Seiten mit heißer Luft beblasen und speichert die Wärme. Eine kostengünstige und effiziente Lösung, die gerade in Deutschland mit seinem reichhaltigen Angebot an alternativen Energiesystemen wie beispielsweise Solarnenergie für Furore sorgen könnte.