Was man bei Nahrung aus der Region beachten sollte
Das Bewusstsein deutscher Verbraucher geht hin zu Lebensmitteln aus regionaler Produktion.
Was in der japanischen Küche schon lange Tradition ist, greift gerade vor allem in der Spitzengastronomie um sich: Es scheint als würde eine Bannmeile von circa 15 Kilometern um das Restaurant gezogen und kein Produkt von außerhalb dieses Radius darf auf den Tisch kommen. Das macht nur bedingt Sinn, wenn man der Studie glaubt, die das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung im Internet zum Download bereitstellt. So kann es durchaus sein, dass Rindfleisch aus argentinischer Weidehaltung eine bessere Energiebilanz aufweist als Fleisch aus einem deutschen Mastbetrieb. Oder man überlege sich nur, was es für die Ökobillanz bedeutet, zwar sein Obst und Gemüse von einem regionalen Öko-Bauern zu beziehen, dafür aber jede Woche 20 Kilometer mit dem Auto zu diesem zu fahren.
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Auch ist es wenig fruchtbar, sein Obst im Winter vom benachbarten Gärtner zu beziehen, der dafür aber ein riesiges Gewächshaus mit viel Energie beheizen muss. Das Zauberwort heißt in diesem Zusammenhang ‚saisonal‘ in Kombination mit dem ‚regional‘. Denn nur wer im Winter auch mal auf seiner Erdbeeren verzichten kann und stattdessen auf Produkte zurückgreift, die ohne Zufuhr von viel Energie in der Region gedeihen, darf dies mit ruhigem ökologischen Gewissen tun.


